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Bundesland-Spezial Sachsen-Anhalt | Veröffentlicht am 08.09.2017

Ökodorf Sieben Linden: Der kleinste Fußabdruck in der Altmark

Ökodorf Sieben Linden

Eine autofreie Siedlung, in der die Menschen wieder Zeit und Interesse füreinander haben und in Harmonie miteinander und mit der Natur leben – diese Vision führte Ende der 1980er Jahre Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet im Verein „Freundeskreis Ökodorf e.V.“ zusammen. Wenige Jahre später wurde aus der Vision Wirklichkeit. Nach Gründung der „Siedlungsgenossenschaft Ökodorf e.G.“ entstand in der Gemeinde Beetzendorf im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt das „Ökodorf Sieben Linden“. Etwa 100 Erwachsene und 40 Kinder und Jugendliche finden hier ein Zuhause, das ihren Vorstellungen vom Leben in einem sozial-ökologischen Umfeld entspricht. In diesem Jahr blickt „Sieben Linden“ auf sein 20-jähriges Bestehen zurück.

Viel ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten in dem Ökodorf passiert. Eine alte Hofstelle wurde nach ökologischen Kriterien neu aufgebaut und in ein Regionalzentrum, Seminar- und Gästehaus umgewandelt. Werkstätten wurden gebaut, ein Amphitheater im Freien angelegt und ein Waldkindergarten geschaffen. Weitere Investitionen flossen in die Energie- und Wasserversorgung, den Wegebau, eine Pflanzenkläranlage und einen Feuerlösch-Bade-Biotop-Teich. Parallel dazu erfolgte ab dem Jahr 2000 der Bau von Wohnhäusern nach Niedrigenergiestandard. Eigens dazu gründeten die Dorfbewohner die „Wohnungsgenossenschaft Sieben Linden eG“, die heute 109 Mitglieder zählt.

Nachhaltige Rechtsform

Die genossenschaftliche Lösung hat sich hier ebenso bewährt wie bei dem übrigen Wirtschaftsbetrieb, der über die „Siedlungsgenossenschaft Ökodorf e.G.“ (112 Mitglieder) abgewickelt wird. „Diese Rechtsform ist schließlich extra dafür erfunden worden, dass Menschen sich zusammentun, um etwas zu verändern“, sagt die Mitbegründerin und langjährige Aufsichtsratsvorsitzende Eva Stützel. „Mithilfe der Genossenschaften“, so Stützel weiter, „können wir unser Leben und Wirtschaften so gestalten, dass es nachhaltig und solidarisch ist.“

Ökodorf Sieben Linden

Insbesondere die Nachhaltigkeit ist in „Sieben Linden“ ein großes Thema. Enorme Anstrengungen richten die Bewohner darauf, den „ökologischen Fußabdruck“ durch geringen Ressourcenverbrauch so klein wie möglich zu halten. Stolz ist man in „Sieben Linden“ auf das bisher Erreichte. Während hier jeder Bewohner auf ein Kohlendioxid-Äquivalent von 2.500 Kilogramm kommt, sind es im Bundesdurchschnitt 8.000 Kilogramm.

Diese Erfolge haben das Ökodorf weit über die Grenzen der Altmark hinaus bekannt gemacht. So ist die sozial-ökologische Modellsiedlung „Sieben Linden“ auch Ziel und Studienort vieler Experten, die sich für nachhaltige Lebensformen interessieren. Die Bewohner des Ökodorfes wiederum teilen ihre Erfahrungen, indem sie in verschiedenen Vernetzungsprojekten an einer nachhaltigen Gestaltung der Gesellschaft mitarbeiten. Darüber hinaus ist das inzwischen 100 Hektar große Dorf, in dem die meisten Bewohner auch arbeiten, Teil eines weltweiten Netzwerks von Ökodörfern, des Global Ecovillage Network. www.siebenlinden.org

Ökodorf Sieben Linden


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