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Bundesland-Spezial Nordrhein-Westfalen | Veröffentlicht am 24.04.2018

„Ohne körperliche und mentale Gesundheit gibt es keinen Erfolg“

Foto: Falco Wübbecke

GENiAL sprach mit Olympiasiegerin Heike Henkel, die heute als Mentaltrainerin arbeitet.

Sehr geehrte Frau Henkel, Sie sind mit 2,02 Metern Olympiasiegerin im Hochsprung von 1992, darüber hinaus haben Sie 1990 EM-Gold gewonnen und waren 1991 WM-Erste: Wie hoch können Sie heute noch springen? Wie halten Sie sich fit?
Henkel: 26 Jahre und drei Kinder später geht da nicht mehr so viel. Vielleicht 1,40 m. Da die Verletzungsgefahr zu groß ist, liegt mein letzter Versuch über eine Latte zu springen, schon sehr weit zurück. Früher habe ich täglich trainiert und mein Trainingsprogramm bestand aus Sprungkrafttraining, Sprints und reinem Krafttraining an der freien Hantel. Dieses Programm war speziell auf Hochleistungssport ausgerichtet, also kein Training, um sich heute damit fit zu halten. Mein Fitnessprogramm ist auf jetzige Voraussetzungen, die sich ja mit zunehmenden Alter verändert haben, angepasst. Ich jogge zwei Mal in der Woche und mache noch zusätzlich Übungen zur Verbesserung meiner Stabilität und Beweglichkeit. Mir ist es wichtig, dass mein „Trainingsprogramm“ ausbalanciert ist.

Sie haben 2000 Ihre Sportlerkarriere beendet. Was machen Sie heute?
Henkel:Ich gebe in Form von Vorträgen meine Erfahrungen aus dem Hochleistungssport weiter. Das sind Themen wie Motivation, Umgang mit Niederlagen und Stress. Aber natürlich auch der achtsame Umgang mit Körper und Geist. Als Mentaltrainerin unterstütze ich außerdem junge Athleten darin, ihr volles Potenzial zu nutzen. Die körperliche wie mentale Gesundheit ist eine unbedingte Voraussetzung, um erfolgreich zu sein und die hohen Anforderungen im Hochleistungssport unbeschadet zu überstehen. Dies gilt im Sport- sowie im Berufs- und Privatleben.

Sie waren im März bei den Offenen Gesundheitstagen der Meine Gesundheit-Genossenschaft prominente Gastrednerin. Was können Sie Führungskräften für ihren Arbeitsalltag vermitteln?
Ein gutes Vorbild zu sein, wenn es darum geht, achtsam mit seiner eigenen Gesundheit umzugehen, und die Mitarbeiter darin zu fördern, ebenfalls aktiv etwas für ihre Gesundheit zu tun. Eine Führungskraft sollte ein Auge darauf haben, sich und ihre Mitarbeiter bei all der Arbeit, die erledigt werden muss, nicht zu überfordern. Sie sollte sich bewusst sein, dass Wertschätzung dem Mitarbeiter gegenüber einen wichtigen Stellenwert hat, um Stress zu regulieren. Wenn man sich schon so sehr anstrengt, dann braucht man auch mal zwischendurch ein kleines Erfolgserlebnis oder zumindest ein Lob vom Chef.

Welche Rolle spielt das Thema Achtsamkeit für Sie?
Jeder sollte seine eigenen Grenzen kennen und ein Gespür dafür entwickelt, wie stark man seine Umgebung belasten darf. Leider ist uns das in der schnelllebigen Welt und angesichts des Tempos, mit dem wir durchs Leben rasen, abhandengekommen. Deshalb ist es wichtig, ab und zu mal auf die Bremse zu treten, sich Zeit für sich zu nehmen und die Dinge wieder bewusster wahrzunehmen. Ruhig mal die Tür schließen und ein „Bitte nicht stören“-Schild an die Tür hängen, damit man sich wieder in Ruhe einer Aufgabe widmen kann. Achtsamkeit kann man lernen. Mit Kleinigkeiten, wie ein entspanntes Frühstück oder der Mittagspause wieder länger als nur zehn Minuten zu widmen. Man merkt ganz schnell den Unterschied, wenn man eine Strecke mal zu Fuß geht, die man bisher nur mit dem Auto zurückgelegt hat. Man entdeckt plötzlich Dinge, die man vorher nicht gesehen hat. Man nimmt in solchen Momenten die Welt um sich herum ganz neu wahr. Die unscharfen Bilder, die beim Vorbeirauschen entstehen, bekommen plötzlich Konturen. Das kann sehr erholsam sein.

Wie entspannen Sie sich in stressigen Zeiten? Haben Sie einen praktischen Tipp für Manager?
Ich achte darauf, regelmäßig in Bewegung zu bleiben. Das können Spaziergänge mit dem Hund oder auch sportliche Aktivitäten sein. Wenn es manchmal zu stressig wird, ziehe ich mich zurück und mache meine Lieblingsentspannungsübung, die Progressive Muskelentspannung. Sie hilft dabei, muskuläre Verspannungen und mentale Anspannungen aufzulösen. Mit meinem Download kann ich diese Technik überall durchführen. Oder eine kleine Achtsamkeitsübung. Das hört sich vielleicht lustig an, aber für mich ist es zum Beispiel das Wäschefalten. Voraussetzung dafür, dass es funktioniert, ist, dass man seine ganzen Sinne dabei einsetzt und ihnen nachspürt. Dies gilt natürlich grundsätzlich für alle Dinge, denen man mit mehr Achtsamkeit begegnen möchte. Welche Entspannungstechnik oder welche Tätigkeit man für Achtsamkeitsübungen wählt, ist natürlich individuell unterschiedlich. Da muss man am Anfang schon ein bisschen ausprobieren, bis man das Richtige für sich entdeckt hat. Etwas Geduld benötigt man allerdings auch, um eine Veränderung wahrnehmen zu können.

Weitere Informationen:
www.mgg-eg.de


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