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Bundesland-Spezial Niedersachsen | Veröffentlicht am 19.06.2018

Von Kluntjes und Wulkjes

© werbefoto-burger.ch/fotolia, Büntje Tee

Die ostfriesische Teezeremonie

Sie haben den weltweit höchsten Teeverbrauch pro Kopf: Rund 300 Liter trank im Jahr 2016 jeder Ostfriese, elfmal mehr als alle anderen Bundesbürger. Dabei bevorzugen die Ostfriesen eine spezielle kräftige Teemischung, die aus bis zu zehn Schwarzteesorten, vor allem aus Assam, besteht. Seit 2016 gehört die ostfriesische Teekultur mit ihrer langen Tradition zum immateriellen Kulturerbe Deutschlands.
Um 1610 kam der Tee mit den Schiffen der Niederländischen Ostindien-Kompanie nach Europa und diente zunächst als Medizin, verbreitete sich aber schnell als Genussmittel. In der Zeit des sogenannten Teekrieges verbot Friedrich II. ab 1778 aus wirtschaftlichen Gründen seinen ostfriesischen Untertanen sechs Jahre lang den Genuss des „chinesischen Drachengiftes“ und rief zum Konsum des einheimischen Bieres auf. Auf höchste kurfürstliche Anordnung wurden Tee- und Kaffeeschnüffler, von Langen Garden schützend begleitet, zur Bestrafung sündiger Tee- und Kaffeetrinker ausgesandt.
Die Ostfriesen reagierten darauf mit zivilem Ungehorsam, nämlich verstärktem Tee-schmuggel und heimlichem Teetrinken. Außerdem erklärten ihre Landstände 1779 in einem Brief: „Der Gebrauch des Thee und Caffe ist hierzulande so allgemein und so tief eingewurtzelt, dass die Natur des Menschen schon durch eine schöpferische Kraft müßte umgekehrt werden, wenn sie diesen Getränken auf einmal gute Nacht sagen sollte.“ Nach zwei Jahren heftigstem Widerstand kapitulierte Friedrich II. Von da an bis zum heutigen Tag trinken die Ostfriesen wieder in Ruhe ihren Tee.

Die ostfriesische Teezeremonie:
Man nehme: Ostfriesentee, zarte Teetassen aus feinstem chinesischen Porzellan, Teelöffel, ein Sahnekännchen, ein „Kluntjepott“ mit silberner „Kluntjezange“, ein Messing-Stövchen mit einer dickbauchigen Teekanne.

1. Ostfriesentee fünf Minuten ziehen lassen.
2. Ein großes Stück weißen Kandis (Kluntje) in die leere Tasse legen.
3. Tee langsam eingießen – nicht rühren. Die Spitze des Kluntjes muss noch herausragen. Wenn der Kandis knackt, ist der Tee heiß genug.
4. Sahne langsam am Innenrand der Tasse in den Tee einlaufen lassen. Um diesen Gipfel herum behutsam mit dem Sahnelöffel (Rohmlepel) eine dicke Sahnewolke
(Wulkje) legen, die sich langsam ausbreitet und versinkt.
5. Dree ist Oostfresen-Recht: Dreimal füllt der Ostfriese in der Regel Tee nach. Wenn er keinen Tee mehr möchte, legt er seinen Teelöffel wortlos in die leere Tasse.


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