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Bundesland-Spezial Niedersachsen | Veröffentlicht am 19.06.2018

Innovation und Tradition im Norden

© DMK Group

Ob Banken oder Molkereien: Die Genossenschaften in Niedersachsen sorgen für gute Lebensbedingungen, sowohl in den Städten wie Hannover und Braunschweig als auch auf dem Land wie in der Lüneburger Heide oder an der Nordseeküste.

Die Volksbanken und Raiffeisenbanken sind ein Garant für die wirtschaftliche Dynamik im Bundesland. Allein im vergangenen Jahr steigerten sie die Kredite um 1,5 Milliarden Euro auf 25,7 Milliarden Euro (+6,1 Prozent). Die Banken bieten dabei fortschrittliche Beratung nah beim Kunden.

Die Hannoversche Volksbank beispielsweise arbeitet im Firmenkundengeschäft bereits mit Tablets. Wie beim Lehrter Bäcker Wilhelm Balkenholl. Im Gespräch mit seiner Bank, der Hannoverschen Volksbank, begeistert sich Balkenholl für Neues: Der Termin mit Kundenbetreuer Alexander Jeske findet komplett Tablet-gestützt statt. Beim Rundgang durch die von der Bank finanzierte neue Filiale des Bäckers gleichen Betreuer und Kunde den Ist-Zustand Punkt für Punkt mit den Grundrissen und Plänen auf dem Tablet ab. Es folgt ein Blick in die ebenfalls digital gespeicherte Bilanz – und schon ist die elektronische Bestandsaufnahme abgeschlossen. Anschließend konzentriert sich das Gespräch auf die Frage, in welchen Bereichen die Bank Balkenholl noch unterstützen kann.

Traditionelle Stärken wie die regionale Nähe bleiben bei den Genossenschaftsbanken zwar wichtig – sie müssten jedoch in der Breite und schneller als bisher neue Technologien aufgreifen, um konkurrenzfähig zu bleiben, glaubt Lars Runge, Regionaldirektor der Hannoverschen Volksbank. Gemeinsam mit der Volksbank eG aus dem nordrhein-westfälischen Warendorf hat sein Institut ein Pilotprojekt zum Einsatz von Tablets in der Firmenkundenberatung gestartet. Es baut auf dem Beratungsinstrument „UnternehmensDialog“ auf, das viele Genossenschaftsbanken bereits nutzen. Die Tablets erlauben es den Beratern, bei Kundenbesuchen auf die bisher üblichen großen Mengen an Papier zu verzichten und alle wichtigen Informationen gemeinsam mit den Kunden digital zu erfassen.

Von hoher Bedeutung seien aber nicht nur die direkten Vertriebsanlässe, sondern auch die sogenannten Mehrwertthemen, die zur Sprache kämen, betont Marie-Christin Feldmann, Firmenkundenbetreuerin bei der Hannoverschen Volksbank und Teilnehmerin am Tablet-Pilotprojekt. Auch hier erzielten die Berater dank der Tablets deutliche Steigerungen. Zu den Mehrwertthemen zählt Feldmann die Frage, wie Unternehmen für plötzliche Ausfälle der handelnden Personen vorsorgen. Oft würden auch lückenhafte Daten des Unternehmens in der Bonitätsdatenbank von Creditreform thematisiert – und dank digitaler Technologie gleich vor Ort von Unternehmensvertretern und Kundenberatern gemeinsam aktualisiert.

Bank mit Gleisanschluss

Innovation und Tradition sind bei den Volksbanken und Raiffeisenbanken in Niedersachsen insgesamt wichtig. Die VR-Bank in Südniedersachsen beispielsweise ist noch eine von ganz wenigen Banken mit Warengeschäft. Die Raiffeisenbanken boten das Warengeschäft früher häufig als Dienstleistung für ihre landwirtschaftliche Kundschaft an. Die Bank verkaufte die Ernte der Mitglieder als Zwischenhändler und versorgt sie mit allem, was für sie wichtig ist: Treibstoff, Saatgut, Düngemittel und weiteres. Während die meisten Banken dieses Traditionsgeschäft aufgegeben haben, ist es in Dransfeld und Umgebung noch immer Usus. Mehr als 130 Millionen Euro betrug der Umsatz der Bank 2016 mit Getreide, Baustoffen und Energie. Drei Raiffeisen-Märkte gehören dazu, 15 Tankstellen und mit Baustoffe Bierkamp auch ein eigener Baustoffhändler. Zudem besitzt die Bank eine eigene Lokomotive. Im Zentrallager in Obernjesa werden Getreide, Raps und andere Erzeugnisse auch per Bahn verladen.

Neue Produkte aus Milch

Die VR-Bank in Südniedersachsen ist Kreditgenossenschaft – zugleich aber auch Warengenossenschaft. Insgesamt 135 landwirtschaftliche Warengenossenschaften gibt es in Niedersachsen – so viele wie in keinem anderen Bundesland im Verbandsgebiet des Genossenschaftsverbands. Dazu gehört auch das Deutsche Milchkontor (DMK), eine der größten genossenschaftlich organisierten Molkereien in Europa. 8.600 Milcherzeuger und genossenschaftliche Eigentümer sind hier organisiert, rund 7.200 Mitarbeiter arbeiten für die DMK. Mit der Marke Milram ist das DMK der viertgrößte Lieferant des deutschen Lebensmitteleinzelhandels. „Milram hat sich über Jahre sehr positiv entwickelt, das SB-Käse-Volumen über die letzten Jahre beispielsweise sogar verdoppelt und damit im Markt für nachhaltiges Wachstum gesorgt. Wir haben mit der Marke allen Grund, weiter positiv nach vorn zu schauen“, sagt Matthias Rensch, Chief Operating Officer DMK Brand.

Produktinnovationen spielen im Lebensmitteleinzelhandel eine wesentliche Rolle, um Marken mit neuen Impulsen aufzuladen und Kontakte zu neuen Verbrauchern zu schaffen. Hier nutzt das DMK seine breite Kompetenz über verschiedene Sortimente hinweg und bringt an vielen Stellen Neuheiten ins Regal, um das bestehende Sortiment zu erweitern. Ob Buttermilch-Drinks mit den Geschmacksrichtungen Grapefruit-Aronia und Johannisbeere-Granatapfel oder die als eiweißreiche Produkte mit wenig Fett immer beliebteren Skyr-Produkte wie das Skyr-Eis gehören dazu. Innovation und Tradition spielen auch hier eine große Rolle.


Weitere Informationen zur Beratung per Tablet finden Sie im Jahresbericht des Genossenschaftsverbands. Hier gibt es auch weitere Informationen zu den Mitgliedern aller fünf Fachvereinigungen in den 14 Bundesländern des Verbands. dazumehr.de/Jahresbericht2018


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