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Aus der Reihe | Veröffentlicht am 20.10.2017

Die Näherinnen von Nokaneng

Rosina Dikobe erinnert sich ungern an die Zeit vor einigen Jahren. Sie hatte keine Arbeit und kein Geld für Essen und die Schulausbildung ihrer Kinder. Aber Rosina hat sich dem Schicksal nicht ergeben. Mit anderen Frauen gründete sie eine Genossenschaft. Die Frauen aus Nokaneng, einem kleinen Dorf rund 100 Kilometer vom südafrikanischen Johannesburg entfernt, machten das zum Haupterwerb, was sie seit Jahren für ihre Familien taten – Kleidung nähen.

Ihre „Retlamegila Sewing Primary Co-operative Limited“ gibt es seit 2003. „Am Anfang hatten wir viele Probleme – keine von uns wusste, wie eine Genossenschaft funktioniert und wie man ein Unternehmen führt“, erinnert sich Rosina. „Am Ende eines Monats war meistens weniger in der Kasse als am Anfang.“ Diese Probleme haben viele Genossenschaften, die nach dem Ende der Apartheid gegründet wurden. Zahlreiche haben sich wieder aufgelöst. Nicht jedoch die Retlamegila Co-operative: Die sieben resoluten Frauen eigneten sich das nötige Wissen in den Schulungen des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbands (DGRV) an – von Grundlagen der Buchhaltung, der Kalkulation und des Managements bis zu möglichen Absatzmärkten.

„Heute nähen wir die Schuluniformen für viele Schulen und nehmen Privataufträge an. Damit können wir unseren Lebensunterhalt bestreiten“, sagt Rosina mit sichtlichem Stolz. „Angst, dass ich meine Kinder nicht mehr zur Schule schicken kann, habe ich keine mehr.“ Mit solchen Projekten trägt die deutsche Genossenschaftsorganisation dazu bei, die wirtschaftliche Situation der schwarzen Bevölkerung in Südafrika zu verbessern, die zu großen Teilen auch nach dem Ende der Apartheid noch in Armut lebt. Das Wirtschafts-, das Landwirtschafts- und das Finanzministerium werden bei der Verbesserung des gesetzlichen Rahmens für Genossenschaften beraten.

Apartheid – Rassentrennung in Südafrika
Von 1949 bis 1994 war die Politik in Südafrika von der Rassentrennung bestimmt. Während die weißen Einwohner des Landes über alle Rechte verfügten und die Politik lenkten, lebten die anderen Volksgruppen unterdrückt. So war es Nicht-Weißen untersagt, in denselben Gegenden zu wohnen wie die Weißen, mit ihnen auf dieselben Schulen zu gehen und dieselben Verkehrsmittel zu benutzen. Schwarze durften nur ungelernte Arbeiten verrichten, um den Weißen keine Konkurrenz zu machen.


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