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Aus der Reihe

Es grünt so grün...Hessen kulinarisch

© PantherMedia/Marén Wischnewski

Essen und Hessen: Das sind zwei, die sich verstehen. Dabei gibt es hier nicht DIE Spezialität schlechthin, sondern gleich mehrere kulinarische Köstlichkeiten, die es in die Kochtöpfe und auf die Teller im gesamten Bundesgebiet geschafft haben. So die Ahle Worscht, der Handkäs‘ mit Musik – und natürlich auch die Grüne Soße, auch „Frankfotter Grie Soß“ genannt.
Aller guten Dinge sind bei diesem Klassiker sieben, nämlich diese sieben Kräuter: Borretsch, Kerbel, Kresse, krause Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch. Angeblich, so die Sage, soll die Soße mit der markanten Farbe schon Goethes Leibgericht gewesen sein. Daher findet man diesen Hinweis heutzutage auf zahlreichen fertigen Kräutermischungen.
Die grüne Soße ist ein Universalgenie, das gerne zu Pellkartoffeln, gekochten Eiern, Gemüse, Fleisch oder Fisch gereicht wird und leicht gelingt. Und sie ist nicht nur eine regionale Spezialität aus Hessen, sondern in unterschiedlichen Varianten in zahlreichen Ländern bekannt. Die spanische Mojo verde, die hauptsächlich Koriander und Petersilie enthält, isst man vor allem auf den kanarischen Inseln. Die französische Sauce verte besteht hingegen aus Mayonnaise, die mit feingehackten Kräutern vermischt wird und zumeist auch Knoblauch enthält.

Grüne-Soße-Rezept für 4 Personen:
300 g der sieben genannten Kräuter (grobe Stiele entfernen)
4 hart gekochte Eier
500 g saure Sahne, Schmand oder Crème fraîche, Sahnejoghurt
(gemischt, je nach Geschmack)
Essig und Öl
Salz und Pfeffer

Zunächst die sieben Kräuter waschen und abtropfen lassen. Dann mit den ausgewählten Milchprodukten im Mixer oder mit dem Zauberstab zerkleinern und so gut vermengen, bis eine schöne grüne Farbe entstanden ist. Dann die Eier zufügen und mit Salz, Pfeffer, Essig und Öl abschmecken. Manche geben auch noch etwas Senf hinzu, der verleiht der Soße eine besondere Note. Wer es gern etwas bissfester mag, kann die Kräuter auch kleinhacken und die Eier kleinschneiden und dann mit dem Rest mischen. Vor dem Servieren sollte man die Soße mindestens zwei Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.

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