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Aus der Reihe | Veröffentlicht am 11.12.2018

Eine Schuppe für das Glück

© Alexander Raths/Adobe, kaktus2536/fotolia

Karpfen blau – der Silvesterklassiker

Weihnachten und Silvester ist Karpfenzeit. In vielen Haushalten kommt zur Jahreswende dieser Speisefisch auf den festlich gedeckten Tisch, in Mecklenburg-Vorpommern oft als „Karpfen blau“. Das Gericht verdankt seinen Namen der leichten Blaufärbung, die die Schleimschicht auf den Fischschuppen durch das Backen und Braten erhält.
Schon die Römer schätzten den Süßwasserfisch mit seinen gesunden Fettsäuren, der ursprünglich aus Asien stammt, und brachten ihn nach Europa. Als Fastenspeise in der Weihnachtszeit war er dann später vor allem in den mittelalterlichen Klöstern sehr gefragt und eroberte schnell die Volksküche. Der Karpfen gilt auch als Glücksbringer: Denn eine Schuppe im Portemonnaie verspricht Geldsegen im nächsten Jahr!

Zutaten (zwei Personen)
1 Karpfen
circa 1 Kilogramm Salz
1 Bund Wurzelgemüse
1 Zwiebel
Butter

Zubereitung:
Den frischen Fisch auf einem nassen Brett vorbereiten, damit die äußere Schleimschicht nicht verletzt wird. Den Innenteil des Fisches sorgfältig mit Salz einreiben. Fisch in einen breiten Topf legen und mit Salz, dem Wurzelgemüse und der Zwiebel aufwallen lassen und bei kleiner Hitze circa 20 Minuten ziehen lassen.
Tipp: Kann der Karpfen nicht sofort nach dem Schlachten zubereitet werden, sollte er beim Vorbereiten mit 1/8 Liter siedendem Essigwasser übergossen werden. Dadurch färbt sich auch eine angetrocknete Schleimschicht wieder leicht bläulich. Der Fisch kann der Einfachheit halber vor dem Garen in Portionsstücke geteilt werden.
Außer mit zerlassener Butter kann der „Karpfen blau“ mit Kräuterbutter, Sahnemeerrettich oder einer mit Zitrone abgeschmeckten Buttersoße serviert werden.

Quelle: Fischereigenossenschaft Greifswalder Bodden


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