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Aus dem Verband | Veröffentlicht am 29.07.2021

Wie nachhaltig sind Schülergenossenschaften?

GENiAL interviewte Geschäftsstellenleiter Andreas Veith, der die erste Schülergenossenschaft der Westerwald Bank eG, die RC Snackbar eSG, mitgegründet hat. Inzwischen betreut die Bank mehrere Schülergenossenschaften.

Andreas Veith

Herr Vieth, Sie betreuen die RC Snackbar seit ihrer Gründung? Was macht die Nachhaltigkeit von Schülergenossenschaften aus?
Andreas Veith: Schülergenossenschaften sind aus vielen Gründen nachhaltig. Beginnen wir mit der Idee und dem Unternehmensmodell an sich: Beides gibt es seit Mitte des 19. Jahrhunderts in Deutschland; danach hat es sich über die ganze Welt verbreitet. Was alle Genossenschaften eint: Sie folgen demokratischen Grundsätzen und setzen auf Gerechtigkeit, Solidarität und Selbstverantwortung – universeller, zeitloser und zukunftsweisender geht es nicht. Deshalb ist die Genossenschaftsidee ja auch von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden. Zusätzlich sind Schülergenossenschaften bei ihren Geschäftszwecken nachhaltig ausgerichtet, zum Beispiel auf gesunde Pausensnacks, ökologische Schulkleidung oder den Verkauf von Bienenhonig. Die Schülergenossenschaften sind ein neuer Baustein im Genossenschaftsmodell, der auf unsere Zukunft, nämlich die nächste Generation, ausgerichtet ist.

Somit ist eine Schülergenossenschaft keine Eintagsfliege?
Nein, natürlich nicht. Der Anspruch ist viel höher. Junge Menschen lernen in Schülergenossenschaften für ihr Leben – wirtschaftlich, gesellschaftlich, sozial und persönlich. Sie trainieren hier demokratisches Denken und Handeln, übernehmen persönliche und wirtschaftliche Verantwortung und lernen nachhaltig unternehmerisch zu entscheiden und zu handeln. Sie arbeiten damit für Ziele, die es wert sind, sich zu engagieren und die wichtig für unsere Gesellschaft sind. Das geht weit über schulisches Wissen hinaus und bereitet junge Menschen werteorientiert und ganz praktisch auf das Berufs- und Erwachsenenleben vor. Das geht nur langfristig. Allein der Aufbau der Genossenschaft mit Satzung und Geschäftszweck, Gründungsversammlung und Businessplan braucht Zeit. Danach kommen noch viele Fragen, beispielsweise: Wie produziere ich? Wie verkaufe ich? Wie finanziere ich? Wer ist meine Zielgruppe?

Die RC Snackbar war die erste Schülergenossenschaft, die die Westerwald Bank mit ins Leben gerufen hat.

Was ist nötig, damit eine Schülergenossenschaft gut funktioniert?
Schülergenossenschaften brauchen zunächst einmal Schulträger, bei denen die große Bedeutung des Themas Schule und Wirtschaft angekommen ist. Im Idealfall sind das Schulen, die das Modell Schülergenossenschaften in ihr Leitbild integriert haben, wie hier im Westerwald der Raiffeisen Campus. Das schafft Freiraum für die vielen engagierten Lehrer*innen und ihre Schüler*innen. Einige Schulen stellen für die Schülergenossenschaften sogar Unterrichtsstunden zur Verfügung. Sehr wichtig sind natürlich auch die Partnergenossenschaften, darunter der Genossenschaftsverband, der bei der Genossenschaftsprüfung zur Seite steht. Die Westerwald Bank unterstützt nicht nur bei der Gründung und dem Aufbau der Schülergenossenschaften, sondern hilft auch, sie ins Leben zu bringen und am Leben zu erhalten. Das gilt besonders für die schwierige Pandemiezeit, in der wir versucht haben, die Schüler*innen motiviert zu halten und sinnvoll zu beschäftigen. So habe ich beispielsweise mit der RC Snackbar Inventur gemacht und das Warenlager unter die Lupe genommen. Dabei haben wir 100 Balisto-Riegel, deren Haltbarkeit in wenigen Monaten abläuft, in den Fokus genommen. Um diese Ware nicht vernichten zu müssen, haben wir eine einfache und kreative Idee entwickelt, wie wir mit der Ware Marketing für die Schülergenossenschaft machen können: Wir haben sie dann mit unserer Werbung in der Schule verschenkt.

Wie profitieren Sie als Bank von den Schülergenossenschaften?
Natürlich gibt es im ersten Schritt einen Imagegewinn: Unser großes Engagement für die Schülergenossenschaften bringt uns viel Beachtung in den Medien und viel Wertschätzung von Politik und Wirtschaft ein, aber natürlich auch von den Schüler*innen, ihren Eltern und Pädagog*innen wie auch unseren Mitgliedern und Kund*innen. Als Bank können wir dadurch auch viele nachhaltige Kontakte knüpfen und junge Menschen über die Schulzeit hinaus begleiten. Da es unser Ziel ist, uns im Thema Nachhaltigkeit weiterzuentwickeln, passen Schülergenossenschaften hervorragend in unsere Geschäftsstrategie.

Weitere Informationen:schuelergeno.de


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