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Aus dem Verband | Veröffentlicht am 10.06.2021

Nordrhein-Westfalen verlängert Kooperationsvereinbarung für das Projekt Schülergenossenschaften

Schülergenossenschaften sind pädagogisch wertvoll und werden politisch stark gefördert. Das gilt besonders im Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Das Land Nordrhein-Westfalen will auch zukünftig Schülergenossenschaften unterstützen und für ihre Gründung werben. Eine entsprechende Vereinbarung haben Anfang Mai Yvonne Gebauer, MdL, nordrhein-westfälische Ministerin für Schule und Bildung, Peter Götz, Vorstandsmitglied des Genossenschaftsverbandes – Verband der Regionen e.V., sowie Präsident Hans Hund und Hauptgeschäftsführer Matthias Heidmeier vom Westdeutschen Handwerkskammertag unterschrieben. Damit wird die erfolgreiche Kooperation für das Projekt „Schülergenossenschaften: nachhaltig wirtschaften – solidarisch handeln“ bis Februar 2023 verlängert. Stellvertretend für alle Schülergenossenschaften in NRW waren auch die Vorstandsmitglieder Linus Zeppenfeld und Heidi Krist von Keppels Früchtchen eSG mit dabei.

Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer erklärte: „In Schülergenossenschaften lernen junge Menschen, gemeinschaftlich, eigenverantwortlich, eigeninitiativ und innovativ zu wirtschaften. Dies sind grundlegende Kompetenzen für das Berufsleben und insbesondere auch für das selbstbestimmte und verantwortliche demokratische Handeln in unserer Gesellschaft. Es ist faszinierend, welch tolle, kreative Projekte Schülergenossenschaften auf die Beine stellen. Das reicht von der Internetplattform bis zu recycelten modischen Accessoires. Ein Grund mehr, die Unterstützung und Förderung der Schülergenossenschaften weiter fortzusetzen.“

Bis Ende 2020 konnten rund 100 Schülergenossenschaften mit Unterstützung des NRW-Ministeriums für Schule und Bildung gegründet werden. Die Schüler*innen weiterführender Schulen bauen ihre Genossenschaft selbst auf und führen sie in Eigenverantwortung. Sie entwickeln im Rahmen dieser Schulprojekte eigene Geschäftsideen und Organisationsstrukturen. Ihre Produkte und Dienstleistungen bieten sie innerhalb wie außerhalb der Schulen an.

„Die Innovationsfreude der Schülergenossenschaften ist erstaunlich groß“, betonte Vorstandsmitglied Peter Götz vom Genossenschaftsverband – Verband der Regionen. „Die Geschäftsmodelle reichen vom Schulkiosk über die eigene Imkerei bis zum Verkauf von fair gehandelten Waren. Darüber hinaus sind Schülergenossenschaften nachhaltige Projekte, die auf viele Jahre und mehrere Schülergenerationen ausgerichtet sind.“ Als weitere Vorteile sieht der Verbandsvorstand: „Die jungen Menschen haben so die Möglichkeit, das solidarische und demokratische Unternehmensmodell Genossenschaft praktisch kennenzulernen und zu erproben. Außerdem lernen sie schon in jungen Jahren, wirtschaftlich und unternehmerisch zu denken und zu handeln.“

Der Westdeutsche Handwerkskammertag ist ebenfalls Partner des Projektes Schülergenossen-schaften. Präsident Hans Hund stellte fest: „Gerade in der heutigen Zeit ist unser gemeinsames Projekt eine wunderbare Möglichkeit, junge Menschen an unternehmerisches und vor allem verantwortliches Handeln heranzuführen. Für mich ist das entscheidende Stichwort hierbei: Nachhaltigkeit. Damit sind Schülergenossenschaften genau das, was auch im Handwerk vielerorts gelebte Praxis ist. Nicht der kurzfristige Erfolg, sondern die Verantwortlichkeit des eigenen Handelns für Mensch, Umwelt und nachfolgende Generationen ist entscheidend. Als nordrhein-westfälisches Handwerk sind wir deshalb aus Überzeugung dabei.“

Der Genossenschaftsverband – Verband der Regionen ist Träger des Projektes, führt unter anderem die Gründungsprüfung durch und organisiert die jährliche Prüfung der Schülergenossenschaften. Vor Ort unterstützt jeweils eine Partnergenossenschaft wie eine Volksbank oder Raiffeisenbank oder auch eine Handwerksgenossenschaft vor allem bei wirtschaftlichen und genossenschaftlichen Fragen. Der Westdeutsche Handwerkskammertag ist als Projektpartner für die pädagogische Betreuung der Projektteilnehmer*innen verantwortlich. Die dafür zuständige Lehrkraft wird vom Ministerium für Schule und Bildung abgeordnet. Sie berät unter anderem die Schulen, organisiert Gründungsworkshops und unterstützt bei schulischen Fragen im laufenden Geschäftsbetrieb.


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