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Aus dem Verband | Veröffentlicht am 12.06.2020

Mitgliedernähe hat auch in der Krise deutliche Vorteile

Foto: Genossenschaftsverband

Die Corona-Pandemie fordert den Verband und seine Genossenschaftsbanken massiv heraus. Welche Hilfen haben sie gemeinsam für die Mitglieder und Kunden auf den Weg gebracht? GENiAL sprach mit Vorstandsmitglied Marco Schulz.


Herr Schulz, wie haben die Genossenschaftsbanken auf die Corona-Krise reagiert?

Marco Schulz: Bei den Volksbanken und Raiffeisenbanken hatte zunächst der Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Kundinnen und Kunden höchste Priorität. Hier wurden sehr sorgfältig und schnell umfangreiche Maßnahmen ergriffen. Zudem ging es von Beginn des Lockdowns darum, der Wirtschaft vor Ort ganz im Sinne des genossenschaftlichen Förderauftrages zur Seite zu stehen.
Für uns als prüfender Verband war zudem bemerkenswert, wie unkompliziert die Zusammenarbeit zwischen den Banken und unseren Prüfern trotz der Corona-bedingten Restriktionen war. Alle Beteiligten mussten ad hoc neue Wege gehen. Das hat geklappt. Dafür danken wir unseren Mitgliedern ausdrücklich. Und von diesen Erfahrungen können und wollen wir auch in Zukunft profitieren.


Wo sind die Genossenschaftsbanken seit Krisenbeginn besonders gefragt?

Seitdem Bund und Länder die notwendigen Hilfspakete geschnürt haben, werden die Mittel in die Unternehmen gebracht. Die Genossenschaftsbanken sind dabei wie gewohnt wichtige Partner für KfW, regionale Förderbanken und Bürgschaftsbanken. Im Rahmen des Hausbankprinzips bearbeiten, prüfen und genehmigen sie die bei ihnen gestellten Förderanträge. Als regionale Kreditgenossenschaften können sie dies in der Krise besonders zuverlässig leisten, weil sie mit der örtlichen Wirtschaft und ihren Bedürfnissen gut vertraut sind. Ihr Engagement und ihre Leistungskraft kommen dabei sehr positiv bei den Kunden an.


Welche ersten Lehren lassen sich aus der Krise ziehen?

Es hat sich gezeigt, dass die Nähe zu Mitgliedern und Region als klares Alleinstellungsmerkmal der Volksbanken und Raiffeisenbanken in einer solchen Krise deutliche Vorteile für die Kunden hat – auch dann, wenn die Kontakte vorwiegend online oder telefonisch sind. Zugleich zeigt die Krise, wie richtig und wichtig es war, dass die genossenschaftliche Finanzgruppe in die Digitalisierung des Vertriebs investiert hat. Ein Beispiel ist hier die Omnikanal-Offensive.


Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf die Banken und ihre Kunden aus?

Das Interesse an Online-Banking und elektronischen, insbesondere kontaktlosen Bezahlmethoden ist spürbar gestiegen. Wir erleben derzeit, dass auch weniger online-affine Bankkundinnen und -kunden zunehmend unkomplizierte Transaktionen außerhalb der Filialen durchführen. Daher werden die Volksbanken und Raiffeisenbanken ihr Filialnetz weiter anpassen. Ich denke, der Trend, wenig besuchte kleinere Zweigstellen zu schließen und Schwerpunktfilialen mit spezialisierten Beraterinnen und Beratern auf- und auszubauen, wird sich sogar noch einmal beschleunigen. Vielleicht ist jetzt sogar der richtige Zeitpunkt, Filialen, an deren Schließung sich die Kundinnen und Kunden gewöhnt haben, gar nicht mehr wieder zu öffnen. Auch die Nutzung von Bargeld wird zurückgehen, die digitalen Bezahlmöglichkeiten werden einen noch stärkeren Aufschwung erleben.


Wie kann der Verband hier weiter unterstützen?

Die Schäden, die der Lockdown in den Bilanzen der Unternehmen hinterlässt, werden wir erst so nach und nach in ihrem vollen Ausmaß erkennen. Die Genossenschaftsbanken werden alle Hände voll zu tun haben, ihre Kunden sicher durch die Folgen der Krise zu leiten. Umso mehr werden sie sich auf ihr Kerngeschäft fokussieren. Dabei unterstützen wir als Verband. So können Synergien und Arbeitsteilung im Verbund wertvolle Hilfe geben. In diesem Zusammenhang bieten wir als Verband unseren Mitgliedern auch über unsere Netzwerkpartner wie die AWADO oder die GRA Rechtsanwaltsgesellschaft immer mehr professionelle Dienstleistungen an – von der internen Revision bis zur ausgelagerten Kommunikationsabteilung.


Und beim Blick in die Zukunft: Was sehen Sie?

Ich denke, wir werden noch einmal eine Beschleunigung von Entwicklungen erleben. Denn wir haben in der Krise erlebt, dass wir alle zusammen „schnell handeln“ können. So wurden zum Beispiel die von unserer Akademie „aus dem Boden gestampften“ Webinare zu juristischen, steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Fragen stark nachgefragt. Ebenso hohes Interesse weckten Online-Fortbildungen zur digitalen Zusammenarbeit in der Bank sowie zur Kundenkommunikation online, per Telefon und Video. Hinter diese Standards werden wir sicherlich nicht mehr zurückfallen. Überspitzt wird es in Zukunft heißen: heute ein Ereignis, morgen eine Lösung.


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