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Aus dem Verband | Veröffentlicht am 30.07.2020

„Digitale Angebote für die Mitglieder und der Informationsaustausch sind wichtiger denn je“

Stefan Krutsch

Die Corona-Pandemie hat auch die in der Agrarbranche arbeitenden Genossenschaften vor große Herausforderungen gestellt. Mit umfangreichen Unterstützungsleistungen, Hilfen und zahlreichen Ansprechpartnern stand und steht ihnen der Verband zur Seite. GENiAL sprach darüber mit Vorstandsmitglied Peter Götz.

Herr Götz, die in der Landwirtschaft arbeitenden Genossenschaften stehen zweifellos schon vor vielen großen Herausforderungen. Jetzt ist auch noch Corona dazugekommen. Wie hat der Verband darauf für seine Mitglieder reagiert?

Peter Götz: Wichtig war von Anfang an der frühzeitige Austausch von aktuellen Informationen zu möglichen Konsequenzen für von der Corona-Krise betroffene Genossenschaften. Erklärtes Ziel war der Erhalt der Arbeitsfähigkeit unserer Mitgliedsgenossenschaften. So haben wir bereichsübergreifende Krisenteams für die Beratung von „in Not geratenen Genossenschaften“ in allen Vertriebsregionen gebildet. Themenschwerpunkte waren Liquiditätssicherung, Krisenbewältigung, Restrukturierung und Sanierung.
Mangels Präsenzmöglichkeiten waren dabei digitale Angebote für die Mitglieder und Informationsaustausch wichtiger denn je. Der Austausch erfolgte vor allem in den beiden VR-Works-Gruppen „Coronavirus Mitgliederbetreuung“ und „Coronavirus: Genossenschaften Unterstützungsleistungen und Produkte“. Das beinhaltete einen abgestimmten Austausch zwischen den unterschiedlichen Bereichen sowie Informationen per Rundschreiben, Mailings sowie auf der Internetseite des Verbandes. Je nach Themenschwerpunkt wurden die Unterstützungsbedarfe der Mitglieder an unsere Spezialisten in den Fachabteilungen, der GRA Rechtsanwaltsgesellschaft und der AWADO Agrar- und Energieberatung weitergeleitet.

Gab es Hilfen über die Leistungen des Verbandes hinaus?

Sehr intensiv und eng haben wir uns mit den beiden Spitzenverbänden DRV und Mittelstandsverbund (ZGV) inhaltlich ausgetauscht. Hinzu kamen diverse Aktivitäten auf Landesebene wie Lagebesprechungen und Abstimmungen mit Landesbauernverbänden und Landesministerien. Ein Beispiel war unser Einsatz für die Wiederöffnung der Raiffeisen-Märkte in Sachsen, ein weiteres Beispiel unsere Taskforce bei der Schließung von Liquiditätslücken per KfW-Kredit.
Der Bund und die Länder bieten ja zahlreiche und unterschiedliche Corona-Hilfsprogramme. Wir haben die jeweiligen Ansprechpartner für Hilfsprogramme und weiterführende Links zusammengetragen, über ein Rundschreiben an unsere Genossenschaften verteilt und zusätzlich auf unserer Website hinterlegt. Hier findet man die notwendigen Informationen – sortiert nach dem jeweiligen Bundesland. Für Informationen zu Fördermitteln und Hilfskrediten empfehle ich zudem den „Fördermittelscout der AWADO AE“.

Zahlreiche landwirtschaftliche Genossenschaften haben ihre Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt. Waren die technischen Voraussetzungen überall gegeben?

Insgesamt kann man feststellen, dass die digitale Kommunikation auch in der Landwirtschaft rapide an Bedeutung gewinnt. Das haben auch die Warengenossenschaften erkannt. Der Verband hat lange vor der Corona-Krise darauf reagiert und professionelle Strukturen und passgenaue Angebote aufgebaut. Wir kooperieren in der Digitalisierungsberatung unserer Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften mit erfahrenen Partnern, die bewährte Lösungen in unseren Digitalisierungsberatungen implementieren. So haben wir beispielsweise für den Bereich Dokumentenmanagement und damit auch für die Umsetzung praktischer Softwarelösungen für das Homeoffice mit unseren Kooperationspartnern eine Unterstützungsleistung für den schnellen und auch preislich attraktiven Einstieg der Produkte erarbeitet.

Stichwort Digitalisierung: Wie sind die landwirtschaftlichen Genossenschaften für die Zukunft aufgestellt?

In der aktuellen Krise hat die Digitalisierung der Arbeitswelt insgesamt an Fahrt aufgenommen. Aus Präsenzveranstaltungen werden zunehmend Video- oder Telefonkonferenzen, persönliche Absprachen im Unternehmen werden teilweise durch E-Mails ersetzt. Umso wichtiger werden für Unternehmen und Arbeitnehmer stabile Internetverbindungen mit großer Bandbreite. Leider zeigt die deutsche Mobilfunk-Landkarte jedoch noch immer viele weiße Flecken. Das muss sich ändern, um gleichwertige Lebensbedingungen zwischen Stadt und Land zu schaffen. Um die Leistungsfähigkeit der im Agrarsektor tätigen Genossenschaften heute und in Zukunft erhalten zu können, ist der Mobilfunkausbau und der damit verbundene Ausbau der Internetanbindung für die ländlichen Räume wichtiger denn je. Hier sind wir als Verband in der Interessenvertretung weiter gefordert.

Hans-Peter Leimbach


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