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Aus dem Verband | Veröffentlicht am 13.12.2017

Auf Wiedersehen, Herr Bockelmann!

Foto: Genossenschaftsverband – Verband der Regionen / Stefan Krutsch

Nach 23 Jahren geht der langjährige Vorstandsvorsitzende Michael Bockelmann in den Ruhestand. Zum Abschied wurde er mit der Raiffeisen/Schulze-Delitzsch-Medaille in Gold des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbands (DGRV) sowie mit der Raiffeisen-Medaille des Deutschen Raiffeisenverbands in Gold ausgezeichnet. Es sind die höchsten Auszeichnungen in der deutschen Genossenschaftswelt.GENiAL sprach mit ihm über seine Zeit beim Verband und was er nun zukünftig vorhat.

Sehr geehrter Herr Bockelmann, Sie gehen mit Ablauf des Jahres in den Ruhestand. Was machen Sie an Ihrem letzten Arbeitstag?
Bockelmann: Am Vormittag steht noch eine Sitzung unseres Verbandsrats an – für das Gremium die erste Sitzung im neuen Verband der Regionen, für mich der letzte Termin dieser Art. Am Nachmittag findet dann in Neu-Isenburg eine kleine Feier statt und im Anschluss geht es nach Hause Richtung Norden: Mein Büro und auch die Wohnung in Frankfurt sind schon ausgeräumt. Nach neun Jahren Wochenendehe auch unter der Woche wieder mit meiner Frau zusammenleben zu können, darauf freue ich mich wirklich sehr. Aber natürlich mischt sich auch Wehmut in die Freude: Die Kontakte und Gespräche mit unseren Mitgliedern und Mitarbeitern werde ich definitiv vermissen. Diese Begegnungen haben mir immer viel gegeben, persönlich wie fachlich.

Im Juli hat der neue Verband offiziell seine Arbeit aufgenommen. Wie lautet Ihr Resümee für das erste halbe Jahr Verband der Regionen?
Ich bin sehr zufrieden. Dass unser Vorhaben von den Mitgliedern mit so großer Zustimmung mitgetragen wurde und der neue Verband erfolgreich starten konnte, hat mich wirklich gefreut. Das ist das Resultat einer tollen Teamleistung, sowohl aufseiten unserer Verbände als auch aufseiten der Genossenschaften. Wir haben schon viel geschafft und auch die Resonanz aus den Gremiensitzungen im Herbst war sehr positiv. Viele unserer Mitglieder sind ja selbst fusionserfahren und ich habe dort eine sehr wohlwollende Begleitung wahrgenommen. Bisher hat noch keiner gesagt: „Hättet ihr das bloß sein lassen.“
Natürlich gibt es auch noch viel zu tun. Das wirkliche Zusammenwachsen, die Entstehung einer gemeinsamen Kultur – das ist nicht in sechs Monaten erledigt, und auch nicht in zwölf. Mein Eindruck ist, dass der ganze Prozess auch weiterhin von einem Geist des Zusammengehen-Wollens getragen ist. Es ist auf allen Seiten ganz viel guter Wille zu spüren. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir schon gut vorangekommen sind.

Zum Jahreswechsel übernimmt Ihr Nachfolger Ralf W. Barkey den Vorstandsvorsitz. Haben Sie ihm einen Rat für die Führung des größten genossenschaftlichen Regionalverbands gegeben?
Den braucht er nicht. Er wird seine eigenen Spuren legen und dem Verband seine Führung und sein Gepräge geben, und das ist auch gut so. Das Staffelholz wird weitergegeben, und es ist wichtig, dass jetzt auch neue Wege beschritten werden und Dinge sich weiterentwickeln
können.

Sie haben schon früh für die „Vision eines bundesweit einheitlichen Prüfungsverbands“ geworben. Was spricht aus Ihrer Sicht für diese Bündelung der Kräfte?
Ich glaube, dass die Vielstimmigkeit in unserem Chor der Regionalverbände für die Fortentwicklung der Gruppe nicht besonders förderlich ist. Bei Zentralbank, Rechenzentrale, Bausparkasse, Versicherung – dort haben wir inzwischen überall „einen“ Ansprechpartner. Und ich bin überzeugt, dass sich die Schlagkraft der Regionalverbände erhöhen wird, wenn auch sie aus „einer“ Gewinn-und-Verlustrechnung arbeiten. Ich glaube, dass wir große Einheiten brauchen, um den permanent steigenden Anforderungen an unsere Mitglieder – und an uns – bestmöglich begegnen zu können. Und ich bin fest davon überzeugt, dass da auch noch weitere Schritte kommen sollten. Das ist auch im Gesamtvorstand die einhellige Meinung. Aber wir können natürlich nur das Angebot aussprechen, diese Schritte auch zu gehen.

Seit 23 Jahren sind Sie nun für die Genossenschaftsorganisation im Einsatz. An welche Momente denken Sie besonders gern zurück?
So toll die großen Ereignisse auch sind, die prominenten Referenten und spannenden Themen beim Wirtschaftstag – oft sind es gerade die kleinen Dinge, die mir länger im Gedächtnis bleiben. Ein gutes Gespräch, ein Kollege, der nach langer Krankheit wieder seine Arbeit aufnehmen kann, eine Genossenschaft, der man aus einer Sackgasse helfen kann. Da denke ich immer, das war sinnvolle Arbeit. Ganz grundsätzlich habe ich es einfach immer als eine sehr interessante und nützliche Aufgabe gesehen, im Genossenschaftswesen arbeiten zu dürfen. Ich finde, das ist eine fantastische Wirtschaftsform und eine großartige Gruppe, für die es sich wirklich lohnt, sich einzusetzen. Ich habe festgestellt, dass inzwischen auch meine gesamte Familie überzeugte Genossenschafter sind.

Welche Pläne haben Sie für die kommende Zeit?
Ich habe über die Mitarbeit in der Bürgerstiftung Vordertaunus der VR Leasing die Initiative JOBLINGE kennengelernt, die mich wirklich begeistert und die ich gerne unterstützen möchte. Dabei geht es darum, schwer zu vermittelnde Jugendliche auf dem Weg in die Arbeitswelt zu unterstützen. Mit einigen weiteren Führungskräften aus dem Verband habe ich im Sommer bereits eine Kurzausbildung zum Mentor gemacht, und ich fände es toll, junge Leute so auf dem Weg ins Berufsleben zu begleiten. Leider gibt es das Projekt in Hannover noch nicht, deshalb werde ich wohl zunächst im Raum Hamburg mitwirken. Aber langfristig fände ich es klasse, wenn sich auch im Raum Hannover so etwas aufbauen ließe. Dort würde ich dann auch gerne als Mentor tätig werden – und freue mich natürlich über ganz viel Unterstützung von Unternehmen aus der Region!
Daneben freue ich mich natürlich auch darauf, wieder mehr Zeit für Familie und Hobbys zu haben! Ich möchte gerne häufiger kochen, vielleicht einen Angelschein machen – und ausgedehnte Motorradtouren!

Wo soll’s denn hingehen?
Ich stelle es mir zum Beispiel sehr interessant vor, die vielen Orte in Deutschland nochmal zu bereisen, an denen ich zwar schon einmal war, wo ich aber eigentlich nur Sitzungssäle gesehen habe. Oft ist ja viel zu wenig Zeit, um die Städte und ihre Besonderheiten wirklich zu entdecken – da wäre so eine Motorradtour am Wochenende doch mal eine gute Gelegenheit, finde ich. Und natürlich gibt es auch ein paar Traumziele, die für das Motorrad etwas zu weit sind. Im nächsten Jahr würden wir zum Beispiel sehr gerne Südafrika kennenlernen.

Vielen Dank für das Gespräch,
Herr Bockelmann!


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