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Im Fokus: Agrargenossenschaften | Veröffentlicht am 08.11.2019

Wo Agrargenossenschaften ihre Chancen und Risiken sehen …

© Thomas Rafalzyk

Agrargenossenschaften sind wichtige Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor auf dem Land – vor allem in den fünf Bundesländern Brandenburg, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Der Genossenschaftsverband hat seine Agrargenossenschaften zu ihrer aktuellen Lage befragt. GENiAL hat die interessantesten Ergebnisse aufbereitet.

Unsere Agrargenossenschaften sind moderne Unternehmen und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Ostdeutschland. Die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union muss nun die Weichen richtig stellen, damit diese Zusammenschlüsse von Landwirten und bäuerlichen Familien ihre Bedeutung für die Wertschöpfung und das gesellschaftliche Leben im ländlichen Raum weiterhin entfalten können.“ So fasst Ralf W. Barkey, Vorstandsvorsitzender des Genossenschaftsverbandes – Verband der Regionen, die aktuelle Situation der Agrargenossenschaften vor dem Hintergrund der anstehenden Finalisierung der Konzepte für die GAP ab 2020 zusammen.

„Der Gesetzgeber täte gut daran, die Vorschläge des Agrarausschusses von Anfang April 2019 aufzugreifen“, fordert der Verbandschef. Aus agrargenossenschaftlicher Sicht sei zentral, dass die
Agrargenossenschaften als Mehrfamilienbetriebe anerkannt werden. Grundsätzlich sprach sich der Agrarausschuss für eine Obergrenze von 100.000 Euro bei den Direktzahlungen aus, davon soll aber die Hälfte der Lohnkosten abgezogen werden können. Auf eine Kappung kann ganz verzichtet werden, wenn mindestens zehn Prozent des Prämienvolumens auf die ersten Hektar der Betriebe umverteilt werden. Daher sei es wichtig, Agrargenossenschaften als das anzuerkennen, was sie sind: Zusammenschlüsse von mehreren Einzelbetrieben, die im Sinne der genossenschaftlichen Selbsthilfe durch eine Bündelung ihrer Kräfte am Markt erfolgreicher agieren wollen, als es jeder für sich könnte.

Nur durch den Zusammenschluss könnten die Betriebe zudem bei Investitionen, Gehältern, Weiterbildungsangeboten oder Work-Life-Balance mit Arbeitgebern in den Städten mithalten. Landwirtschaftliche Großbetriebe wiederum verlören an Bindung zur Heimatregion. Damit ginge der wertvolle Beitrag, den Agrargenossenschaften für das gesellschaftliche Leben leisten, verloren. Barkey: „Agrargenossenschaften sind die optimale Synthese aus wirtschaftlicher Leistungskraft und regionaler Verbundenheit. Wer ihre Zukunft infrage stellt, stellt die Zukunft vieler landwirtschaftlich geprägter Räume in Ostdeutschland infrage.“ Der Verbandschef weiter: „Unsere Mitglieder brauchen Planungssicherheit, um die lange Zeit zurückgehaltener Investitionen in Maschinen, Gebäude und Fuhrpark jetzt nachzuholen“.

Masterplan für ländliche Räume gefordert

Zu der Unsicherheit über den politischen Rahmen komme eine emotionale, teilweise aufgeheizte und unversöhnliche gesellschaftliche Diskussion hinzu. „Der Anspruch an Nahrungsmittelqualität, Kontrollintensität, Transparenz in der Erzeugung in Deutschland hat immens zugenommen. Aber maximale Standards und niedrigste Preise gehen nicht zusammen. Wenn wir eine heimische Erzeugung mit hohen Standards wollen, müssen wir auch bereit sein, dafür etwas zu bezahlen: an der Ladentheke und über Förderung“, so Barkey.

Dritter unwägbarer Faktor, dem die Agrargenossenschaften ausgeliefert sind, sind die Witterungseinflüsse. Die Land- und Forstwirtschaft sei nicht nur den im Wirtschaftsleben üblichen Marktrisiken und Preisschwankungen ausgesetzt, sondern in besonderer Weise auch den Witterungseinflüssen. „Wir werden weiterhin extreme Witterungsbedingungen haben“, sorgt sich der Verbandschef. 2018 seien die kurzfristigen Soforthilfeprogramme von Bund und Ländern zwar notwendig gewesen, sie seien aber langfristig nicht die Antwort.

Der Verband fordert spezielle gesetzliche Regelungen für die Land- und Forstwirtschaft. Zur Abmilderung der Auswirkungen von Witterungseinflüssen auf die Land- und Forstwirtschaft sei die Einführung einer steuerfreien Risikorücklage eine geeignete Maßnahme, um das Risikomanagement der Betriebe langfristig zu stärken.


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