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Antworten auf die häufigsten Gründerfragen

Antworten auf die häufigsten Gründerfragen

Was braucht man für die Gründung einer Genossenschaft?

Für die Gründung einer Genossenschaft benötigt man drei Gründungsmitglieder, die Satzung als rechtliches Konzept sowie einen Geschäftsplan („Businessplan“), der das Vorhaben beschreibt und eine mehrjährige Unternehmensplanung beinhaltet.

Auf welchen rechtlichen Grundlagen basiert die Gründung?

Rechtsgrundlagen des deutschen Genossenschaftsrechts sind das Genossenschaftsgesetz (GenG) und das Handelsgesetzbuch (HGB). Die Satzung, die zwingend beim Registergericht bei Eintragung einzureichen ist, bildet den juristischen Rahmen der Geschäftsidee und enthält Aussagen zu den Rechten und Pflichten der Mitglieder, zum Geschäftsanteil, Geschäftsguthaben und Haftsumme, zu den Organen und schließlich zur Rechnungslegung. Hinweis zur rechtlichen Ausgestaltung der Satzung, stehen in dieser Übersicht.

Checkliste Satzungsgestaltung

Warum ist die Mitgliedschaft in einem Prüfungsverband notwendig?

Jede Genossenschaft muss nach dem GenG Mitglied in einem Prüfungsverband sein, dem das Prüfungsrecht von der örtlich zuständigen Behörde verliehen worden ist (§ 54 GenG). Die genossenschaftliche Pflichtprüfung ist aus dem Bedürfnis der Praxis heraus und unter Berücksichtigung ihres Zweckes eine Betreuungsprüfung. Sie beinhaltet eine umfassende Beratung und Begleitung der Genossenschaft bei der weiteren Entwicklung im Ergebnis der Prüfungsergebnisse und bezweckt eine einheitliche und fachgerechte Prüfung. Sie wirkt insofern insolvenzsicher, das heißt, sie sichert die finanzielle Solidität und Stabilität der genossenschaftlichen Rechtsform. Die genossenschaftliche Rechtsform ist damit die insolvenzresistenteste Rechtsform in Deutschland.

Was beinhaltet die Gründungsprüfung?

Vor der Eintragung der Genossenschaft in das Genossenschaftsregister muss der gesetzliche Prüfungsverband eine gutachterliche Stellungnahme darüber abgeben, ob „nach den persönlichen oder wirtschaftlichen Verhältnissen, insbesondere der Vermögenslage der Genossenschaft, eine Gefährdung der Belange der Mitglieder oder der Gläubiger der Genossenschaft zu besorgen ist" (§ 11 Abs. 2 Nr. 3 GenG).

Diese gutachtliche Äußerung setzt eine Gründungsprüfung durch den Prüfungsverband (z.B. der Genossenschaftsverband – Verband der Regionen) voraus, dem die Genossenschaft angehören will. Der Gesetzgeber verfolgt damit das Ziel, die Mitglieder einer Genossenschaft und deren Gläubiger vor einer unredlichen oder zumindest vor einer riskanten Gründung zu schützen. Nach dem Willen des Gesetzgebers soll der Genossenschaftsverband nämlich mit dem Gründungsgutachten über die Lebens-, Leistungs- und Zahlungsfähigkeit der (Gründungs-)Genossenschaft ein verlässliches Urteil abgeben und ihre Aufnahme in den Bestand der Genossenschaften entweder bestätigen oder dann, wenn er die betreffende Genossenschaft für nicht lebensfähig hält, auch ablehnen.

Mit welchem Zeitaufwand rechnet man für die Gründung einer Genossenschaft?

Der konkrete Zeitaufwand für eine Gründung hängt im Wesentlichen von der Qualität der eingereichten Unterlagen sowie dem Engagement der Gründungsmitglieder ab. Der größte Zeitanteil entfällt auf die Ausarbeitung des Geschäftskonzeptes (Businessplan) und der Satzung, welche auf Basis einer Mustersatzung entwickelt wird. Für den reinen Gründungsprozess, das heißt Grünungsversammlung inklusive Gründungsprüfung und Eintragung der Genossenschaft in das örtliche Genossenschaftsregister muss mit einem Aufwand von mindestens vier bis sechs Wochen gerechnet werden.

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